Panel 4
34. Studierendentagung der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft, Würzburg, 26.–29.05.2022

Panel 4

Den Kompost feststampfen: Praktiken und Diskurse des Kompostierens im Portraits

Tabea Söregi

Wann?
Freitag, 27.05., 13–16 Uhr
Wo?
Phil-Gebäude, Hörsaal 5
Hybrid?
auch online

Bokashi, Wurmkiste, Thermokompost und co. Die Möglichkeiten des Kompostierens scheinen fast unendlich. Dabei befindet sich Kompostieren in einem seltsamen Spannungsfeld, indem Kompost einerseits als etwas „urtypisches“ und „Natürliches“ und gleichzeitig auch als etwas „Neues“ mit noch nicht ausverhandelten Grenzen imaginiert und vermittelt wird. Auch politisch ist es schwierig, Kompostieren einzuordnen, da Kompost einerseits stark in Diskursen der Selbstversorgung und damit auch des Preppings eingebettet sind, anderseits aber auch in Kontexten von Umwelt, Nachhaltigkeit und Naturschutz thematisiert wird, wodurch Kompostieren von unterschiedlichen Positionen besetzt wird.

In dieser Ethnographie wurden zwei Portraits des Kompostierens angefertigt, wobei dieser Vortrag vor allem den Aspekt der Nachhaltigkeit beleuchten wird. Warum wird Kompostieren als Nachhaltig bezeichnet und welche Machtkonstrukte stecken dahinter? Unterschiedlichen Definitionen der Nachhaltigkeit auf der Spur, werden hier die Praktiken und Diskurse um das Kompostieren aufgedröselt.

Tabea Söregi

Tabea Söregi ist Masterstudentin am Institut für Europäische Ethnologie an der Universität Wien. Derzeit schreibt sie an ihrer Masterarbeit zum Thema Kompostieren und ist zudem als Mitarbeiterin beim Institut für Geschichte des ländlichen Raumes im Rahmen eines Projektes zur wissenschaftlichen Aufarbeitung einer musealen Sammlung angestellt. Ihre Forschungsschwerpunkte hat sie bei Un-/Ordnungen und materieller Kultur.

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