Panel 6
34. Studierendentagung der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft, Würzburg, 26.–29.05.2022

Panel 6

Erhalt regionaler Landwirtschaft- eine Utopie? Die Auswirkungen der neoliberalen Ordnung auf die regionale Landwirtschaft und die Frage nach deren Zukunft zwischen reaktionären Forderungen und utopischen Zukunftsentwürfen

Violetta Kane

Wann?
Samstag, 28.05., 10–11.30 Uhr
Wo?
Phil-Gebäude, Hörsaal 4
Hybrid?
auch online

„Rettet die Bienen“, lautete das Volksbegehren Artenschutz, das 2019 von zwei Imkern aus Baden-Württemberg initiiert wurde. Sie forderten die Halbierung des Pestizideinsatz, den Ausbau der Ökolandwirtschaft und das Verbot von Pestiziden in Schutzgebieten, sowie den Schutz von Streuobstwiesen (https://volksbegehren-artenschutz.de/ablauf Stand: 11.03.2020). Die Antwort der Landwirt*innen in der Region? Grüne Kreuze als Symbol und Kennzeichnung der Flächen für die diese Bestrebungen den ‚Tod‘ bedeuten würden. Während der Traubenernte 2019 gab es fast kein anderes Thema und ich fragte mich wieso Umweltschutz und Landwirtschaft hier scheinbar immer in Konflikt geraten. Deshalb beschäftigte ich mich, im Rahmen einer Seminararbeit zum Thema‚ Rohstoffwelten‘ im Wintersemester 2019/20, mit dem Begriff der Nachhaltigkeit anhand des regionalen Weinbaus. Die grundsätzliche Frage über die Relevanz des Erhalts regionaler, kleinstrukturierter, konventioneller Landwirtschaft hat mich nach dieser Arbeit nicht losgelassen, weshalb ich mich in meiner Masterarbeit weiter damit beschäftigen wollte. Ziel war es die Alltäglichkeit, Probleme und Diskurse verstehen zu lernen. Mit der Präsentation meiner Masterarbeit möchte ich also vor allem die Spannungsfelder sichtbar machen in denen sich die Landwirt*innen aus meinem Feld bewegen. Außerdem möchte ich darstellen, inwiefern ich diese Landwirtschaft als wichtigen Akteur zum Umweltschutz verstehe.

Violetta Kane

Mein Name ist Violetta, ich bin 27 Jahre alt und in den letzten Zügen meines Masterstudiums der Ethnologie und Soziologie an der Uni Konstanz. Ein Teil meiner Familie hat in der Nähe von Freiburg einen landwirtschaftlichen Betrieb, mit dem ich zwar aufgewachsen bin, aber nie richtig involviert war. Vor fünf Jahren habe ich dann angefangen in den Reben mitzuarbeiten, was auch dazu führte, dass mein wissenschaftliches Interesse an der Landwirtschaft geweckt wurde.

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